Konzept

Bausteine des pädagogischen Konzeptes

Teilgebundene Ganztagsschule:
Viele Eltern sind heutzutage beide berufstätig, haben immer längere Fahrtwege zur Arbeit und kennen von der Kindergartenbetreuung umfangreichere Betreuungszeiten, als es sie an vielen Schulen gibt.
Immer mehr werden die positiven Aspekte von gut geführten Ganztagsschulen deutlich. Ganztagsschulen schaffen nicht nur Verlässlichkeit für die Eltern, sondern ermöglichen auch eine andere Rhythmisierung des Schulalltages. Der Unterricht, die Pausen- und Bewegungszeiten lassen sich so neu ausrichten und schaffen so eine größere zeitliche Flexibilität. Wir wollen durch unser teilgebundenes Angebot (zwei verpflichtende Nachmittage) diese Aspekte aufgreifen und umsetzen, um für unsere Schüler und Schülerinnen mehr Zeit und Raum für ihre Bedürfnisse zu schaffen und um Zeit zu haben, außerschulische Lernorte besuchen zu können.

Montessori-Pädagogik:
Die Neue-Auetal-Schule Lüder wird nach der Montessori-Pädagogik arbeiten. Herzstück unserer Schule ist die Freie Arbeit nach Montessori, die es ermöglicht, dass die Kinder gemäß ihrer Interessen und ihres Entwicklungstandes lernen können. Die Vorbereitete Umgebung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Unsere Schule basiert auf dem nds. Schulgesetz und den curricularen Vorgaben des Landes und stellt einen zeitgemäßen, modernen Unterricht dar, der die Anforderungen des 21. Jahrhunderts aufgreift.

Jahrgangsgemischter Unterricht:
Die Kinder an dieser Schule sollen jahrgangsgemischt unterrichtet werden. Das bedeutet, dass es in dem Sinne keine Klassen gibt, sondern vielmehr eine feste Gruppe von Kindern, die aus den Schuljahrgängen der Klassen 1-4 besteht. Seit vielen Jahren ist bekannt (die Kindergärten arbeiten nach diesem Prinzip), dass die Trennung der Kinder nach ihrem Alter unnötig ist. Vielmehr profitieren die jüngeren und die älteren Kinder enorm voneinander. Dies sollen sie auch bei uns.

Eigenverantwortliches Lernen:
Lernen macht Spaß und lebenslanges Lernen ist heute ein Muss. Kinder bringen zum Glück eine nicht enden wollende Neugierde und Wissbegierigkeit mit. Die Freude am Lernen soll an unserer Schule erhalten und gefördert werden. Das geht aber nur, wenn wir es zulassen, dass sich die Kinder dem widmen können, was sie gerade am meisten interessiert. In dem wir sie darin unterstützen, eignen sich die Kinder das nötige Wissen auf diesem Gebiet fast alleine und mit größter Sorgfalt, Ausdauer und Nachhaltigkeit an. Eigenverantwortliches Lernen führt dazu, dass die Kinder die Verantwortung für ihr eigenes Wissen mit übernehmen. Es fördert die Selbstständikeit, die Kreativität und die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit und nicht zu Letzt das Verantwortungsbewusstsein.

Außerschulische Lernorte und Lernen in der (Dorf-) Gemeinschaft:
Lernen tut man nicht nur in der Schule, sondern noch besser im echten Leben. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis kommt häufig zu kurz und eine Verbindung des Gelernten mit einer konkreten Anwendung außerhalb der Schule fehlt zu oft. Bereits Konfuzius erkannte:"Was du mir sagt, vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich".
Durch unser teilgebundenes Angebot schaffen wir die Zeit, um unsere Schule auch mal zu verlassen und andere spannende Orte und Menschen aufzusuchen, um von ihnen zu lernen.

Individuelle Leistungsrückmeldung:
Wir möchten an unserer Schule bewusst auf Noten verzichten. Wir sind der Ansicht, dass Noten weder zeitgemäß sind, noch eine Aussagekraft besitzen. Vielmehr wollen wir durch eine individuelle Leistungsrückmeldung und Leistungsbewertung unseren Schülern und Schülerinnen sowie ihren Eltern eine detaillierte Rückmeldung über die Leistungs-und Persönlichkeitsentwicklung geben sowie Hinweise für den individuellen Lernweg. Dadurch bekommen die Kinder eine umfassende Rückmeldung zu ihrer Leistung und zu sich selbst und können sich selbst so besser einschätzen lernen. Dabei arbeiten wir nicht schwächenorientiert, sondern stellen die Stärken unserer Kinder in den Vordergrund. Durch das Führen eines Logbuches haben sowohl Lehrer, Eltern, als auch die Schüler stets einen Überblick darüber, wo sie gerade stehen.

Intergenerative Pädagogik:
Durch die unmittelbare Nähe zu der entstehenden Senioren Tagespflege des Paritätischen Wohlfahrtverbandes (http://www.paritaetischer.de/kreisgruppen/uelzen/top/soziale-dienste/Tagespflege_Lueder/?time=1501871898666) profitieren unsere Kinder nicht nur durch den jahrgangsgemischten Unterricht, sondern darüber hinaus auch noch die älteren Menschen der Tagespflege und umgekehrt natürlich auch. Die Lebensfreude und die Energie der Kinder tut älteren Menschen immens gut und die Geduld und Liebe der Senioren mit ihrem Schatz an Lebensweisheit und Erfahrung beflügelt widerum die Kinder. Gemeinsames Kochen, Essen und Anlegen eines Gartens, gemeinsames Spielen und Spazierengehen und vieles mehr...das stellen wir uns vor.

Lernkultur der Potenzialentfaltung:
"Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen", so der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther. Potenzialentfaltung bedeutet individuelle Entwicklung in einer unterstützenden Gemeinschaft. Diese ist geprägt von Wertschätzung, Herausforderungen, Sinnhaftigkeit, Verantwortungsübernahme und Beziehung. Jeder soll die Chance erhalten sich gemäß seiner Interessen und Stärken so zu entwickeln wie er oder sie ist. Hier noch ein schönes Video dazu: https://schule-im-aufbruch.de/potenzialentfaltung/